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Geschichte

Greifenstein war bis zur Zeit der Dampfschifffahrt (ab 1837) Durchzugsgebiet der Schiffszüge, die bis zu 60 Pferde vorgespannt hatten und hier die Donau überqueren mussten. Die Häuser standen an der Donau und waren nur durch den Treppelweg vom Ufer getrennt.
1829 wurde die Verbindungsstraße Tulln – Klosterneuburg gebaut, und in Greifenstein eine k.u.k. Mautstelle für Zug- und Treibvieh eingerichtet. Viele Greifensteiner besaßen jenseits der Donau Grundstücke, die als Futterwiese bewirtschaftet wurden, und so waren Zillen ein wichtiges Transportmittel, um das Heu herüberzuschaffen. Auch die Schiffsmühlen am Strom und die Fischerei in den weit verzweigten Donauarmen waren wichtige Lebensgrundlagen, weshalb die Greifensteiner mit der Donau immer eng verbunden waren. Der Bau der Franz-Josefs-Bahn, 1868 bis 1870, bewirkte die bis dahin größte Veränderung im Ort: Die Trennung des Dorfes vom Fluss. Da die Bevölkerung keine Bahnstation in ihrer Ortschaft wollten, schaltete sich der auf Schloss Altenberg wohnende Graf Beust als Vermittler ein, worauf die Haltestelle im Ortszentrum errichtet wurde.
1889, nach der Errichtung des zweiten Gleises, wurde die Bahnstadion unter Protest der Bevölkerung an die Grenze nach Altenberg verlegt, wo sie sich heute noch befindet.
1887 wurde ein Postamt eingerichtet, das auch Altenberg, Hadersfeld und Höflein betreute. Bereits im Jahre 1950 ließ die Gemeinde die durch den Ort führende Hauptstraße mit einer betonierten Fahrbahn versehen.

Quelle: www.staw.at